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Straßenzustandserfassung

26.06.2020: Leistungsverbesserung und Sparen - Aldenhoven, Nideggen und Nörvenich kooperieren beim Straßenunterhalt

Aldenhoven, Nörvenich und Nideggen schaffen im Rahmen eines interkommunalen Projektes ein System zur Straßenzustandserfassung an. Straßen, Beleuchtungen und Nebenanlagen in den drei Kommunen werden zukünftig digital erfasst. Von der Digitalisierung der Arbeitsabläufe versprechen sich die Bürgermeister höhere Transparenz und Effizienzgewinne.

Als so genannte „Stärkungspaktkommunen“ kennen Aldenhoven, Nideggen und Nörvenich den täglichen Spagat zwischen guter Leistungserbringung für die eigenen Bürgerinnen und Bürger und strikter Ausgabendisziplin nur allzu gut.

Die drei Bürgermeister Ralf Claßen (Aldenhoven, CDU), Marco Schmunkamp (Nideggen, parteilos) und Dr. Timo Czech (Nörvenich, CDU) arbeiten mit den von ihnen geführten Kommunalverwaltungen demnach stetig daran, die Qualität der Öffentlichen Leistungen zu erhalten oder zu verbessern und dennoch die Kosten der Leistungserbringung zu reduzieren.

Im Austausch mit dem Präsidenten der Gemeindeprüfanstalt (GPA), Heinrich Böckelühr, entstand die Idee zu einem Optimierungsprojekt im Bereich des Straßenunterhaltes, welches die Kommunen nun als Partner in Interkommunaler Zusammenarbeit angehen und dabei von der GPA fachlich begleitet werden. Erstmals werden dafür in den drei Kommunen in der zweiten Julihälfte alle Gemeindestraßen mit einem Spezialfahrzeug der Firma Lehmann & Partner befahren um deren Zustand in Bildern zu erfassen. Bei dieser Bildbefahrung werden dann neben der Aufnahme der Fahrbahn rund 5.000 Vermögensgegenstände wie Verkehrszeichen, Markierungen, Lichtsignalanlagen und Straßenbäume inventarisiert und die Entwässerungseinrichtungen hinzugefügt. Dem Datenschutz wird durch Verpixelung etwa von Gesichtern und Fahrzeugkennzeichen Rechnung getragen. Auf die Erfassung folgt dann eine Bewertung der Straßenzustände durch Experten, die Erstellung einer Prioritätenliste für Unterhaltungsmaßnahmen und notwendige Erneuerungen sowie die Bewertung des Unterhaltungsrückstandes und ein Plan, wie dieser in den nächsten Jahren aufgeholt werden kann.
„Gute Steuerung erfordert gute Planung. Die dafür notwendigen Grundlagen schaffen wir mit diesem Projekt“, sagt Bürgermeister Dr. Czech, der sich vorstellen kann, dass die Kommunen nicht nur bei der Erfassung und späteren Daten- und Systembetreuung, sondern auch bei künftigen Ausschreibungen für Straßenbauarbeiten zusammenarbeiten um Bedarfe zu bündeln und um so Skaleneffekte zu erzielen. In Nideggen sieht Bürgermeister Schmunkamp auch über die Bauverwaltung hinaus Anwendungsfelder, etwa für das Ordnungsamt: „Die Kollegen können sich künftig am Arbeitsplatz ein genaues Bild von verkehrlichen Situationen und der Beschilderung an der jeweiligen Stelle machen. Das spart Zeit für Ortstermine“. Bürgermeister Claßen lässt in Aldenhoven zusätzlich alle rund 1.800 Straßenbeleuchtungsmasten erfassen. „Wir wollen ein System, in welchem unser gesamtes kommunales Vermögen im Straßenraum abgebildet ist und werden künftig einige Mühe darauf verwenden, diese für unsere Planung wichtigen Daten zu pflegen und aktuell zu halten. Unter anderem statten wir dafür Kollegen des Bauhofes mit Tabletcomputern aus, damit neue Straßenschäden ebenso sofort ins System Eingang finden wie neue Schilder“.

Alle Beteiligten stimmen darin überein, dass dieses Projekt ein wichtiger Schritt zur weiteren Digitalisierung von Arbeitsabläufen ist. Es wird mehr Transparenz bringen, was dazu beiträgt eine bessere Informationsgrundlage für Entscheidungen zu haben. An vielen Stellen wird es Effizienzgewinne geben, es werden weniger Informationen verloren gehen und Arbeitsabläufe werden weiter an Qualität gewinnen.

Ab dem 13. Juli ist die Bildbefahrung geplant, welche für die insgesamt etwa 225 Kilometer Gemeindestraßen der drei Kommunen rund eine Woche Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Bedienung der neuen Software namens INGRADA erlernen die Mitarbeiter allerdings schon jetzt und zwar ebenso modern in Webinaren, also Online-Seminaren, des Herstellers.

Wenn alles nach Plan läuft, dann können die Ergebnisse des Projektes in Form eines Straßenzustandsberichtes bereits zum Jahresende den Räten präsentiert werden. Diese müssen dann sowohl über die Prioritätenlisten wie auch die zu deren Abarbeitung notwendigen Haushaltsmittel entscheiden. Sicher ist, dass dies ein guter Weg ist. Wenn mehr in die Straßenunterhaltung investiert wird, dann verlängert sich die Lebensdauer der Straßen und teure grundhafte Erneuerungen können weiter hinausgeschoben werden. Das ist im Sinne aller.

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