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Aldenhoven Info-Blatt
Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Zeit der Oktober- und Erntedankfeste hat begonnen und vielerorts sind auch in unserer Region an den Wochenenden in Dirndl und Lederhosen gewandete Mitmenschen zu sehen, die sich im Takt zünftiger Polkamusik oder - in abgewandelter Form - zu Schlagern und Mallorcahits bewegen.

Nach dem Rekordsommer, der uns nicht nur langanhaltend traumhaftes Wetter, sondern auch Dürre beschert hat, drohen als Folge nun sinkende landwirtschaftliche Erträge und - trotz der mehr oder weniger erfolgreichen "Rettungsversuche" der Fußballvereine auch mancherorts Schäden an den gemeindlichen Sportanlagen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit hier kurzfristig Handlungsbedarf zur Sicherung des Spielbetriebes im kommenden Jahr entsteht.

Mit dem angehenden Herbst beginnt wie in den meisten übrigen Kommunalverwaltungen auch die Arbeit an den kommunalen Haushalten für das kommende Jahr. Die Ergebnisse der Planung sind aktuell noch nicht abschätzbar, allerdings sind bereits erste Parameter bekannt, die Einfluss auf den Aldenhovener Haushalt haben werden. Hier ist in erster Linie die Entwicklung des Kreishaushaltes zu nennen. Bereits jetzt ist absehbar, dass die vollmundige Ankündigung des Kreises: "Die 15 Städte und Gemeinden des Kreises Düren zahlen in den nächsten beiden Jahren weniger Geld an den Kreis Düren. Die sogenannte Kreisumlage, die alle Kommunen aufbringen müssen, wird fallen." nicht haltbar sein wird. Dementgegen muss neben anderen Kommunen auch die Gemeinde Aldenhoven tatsächlich mehr Geld an für die Kreisumlage aufwenden. Zusätzlich wird auch die so genannte Jugendamtsumlage erheblich ansteigen. Ursache hierfür sind steigende Kosten und Fallzahlen im Bereich der sozialen Jugendhilfe und der stetig wachsende Bedarf an Kinderbetreuung/Kita-Plätzen, die zudem im Kreis Düren zukünftig weitestgehend kostenlos sind. Letzteres beschert dem Kreis erhebliche Einnahmeausfälle bei den Elternbeiträgen, die durch die Allgemeinheit, also vom Steuerzahler, gedeckt werden müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese und die weiteren Einflussfaktoren auf den Haushalt 2019 unserer Gemeinde und damit auf unsere Steuerbelastung konkret auswirken werden.

Etwas Ruhe ist erfreulicherweise in die Diskussion um die Raumfrage unserer Schulen eingekehrt. Der Gemeinderat hat auf Empfehlung der Verwaltung beschlossen, ein Architekturbüro mit den Planungsleistungen zur Projektierung der Erweiterung der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich am Standort Aldenhoven zu beauftragen. Der Auftrag bezieht sich dabei auf den gesamten Schulkomplex einschließlich zusätzlicher Erweiterungen. Er beinhaltet somit die ganzheitliche Betrachtung der Schule im Hinblick auf die Bedarfsermittlung zur Optimierung und Konkretisierung des Raumprogramms, eine bedarfsgerechte und nachhaltige Umgestaltung sowie eine dauerhafte Nutzung. Dabei werden die Belange aller Beteiligten und Nutzer der Schule ausdrücklich einbezogen. Verwaltung und Büro arbeiten dabei eng und konstruktiv im Sinne der Ratsentscheidung zusammen. Erste Ergebnisse des Büros erwarten wir zum Jahresbeginn 2019.

Seit vier Jahren haben wir in unserer Gemeinde die Aktivitäten zur Wirtschaftsförderung erheblich ausgeweitet. Mit Erfolg, wie zahlreiche Anfragen sowie die daraus erwachsende Neuansiedlungen von Firmen belegen. Leider gelingen aber nicht alle Projekte, mit denen wir uns in der Verwaltung beschäftigen und so entscheiden sich Unternehmen auch gegen den Standort Aldenhoven, weil trotz guter Grundvoraussetzungen und immer wieder gelobter und mit großem Aufwand betriebener Betreuung durch den zuständigen Fachbereich einzelne Standortfaktoren an alternativen Standorten ausschlaggebend sind. Ein weiteres Beispiel stellt die Einstellung der Planungen zur Erweiterung unseres Industriegebietes Aldenhoven-Ost dar. Hier musste der Gemeindeentwicklungsausschuss in seiner letzten Sitzung den Sachstandsbericht über die gescheiterten Verhandlungen zur Erweiterung des Standortes zur Kenntnis nehmen. Er hat dem Rat der Gemeinde Aldenhoven empfohlen, die Verwaltung mit der Suche nach Alternativen zur Erweiterung des Industriegebietes zu beauftragen.

Was war passiert? Gemeinsam mit dem Projektpartner RWE hatte die Gemeinde Aldenhoven seit Juli 2015 intensive Anstrengungen betrieben, die nach dem rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Gemeinde Aldenhoven vorhandenen, gewerblichen Reserveflächen in der Verlängerung des Industriegebietes Aldenhoven-Ost zu gewerblichen Bauflächen umzuwandeln. Dies war leider an der unverrückbaren Verhandlungsposition der Grundstückeigentümer gescheitert. Die zahlreichen Gespräche und Verhandlungsrunden sind insgesamt durchaus konstruktiv verlaufen. Wir müssen am Ende aber akzeptieren, dass die Besitzer der entsprechenden Flächen selbst grenzwertig wirtschaftlich vertretbare Angebote nicht annehmen möchten und dass wir uns nun auf alternative Flächen konzentrieren müssen.

Eine solche bildet die Ausweisung von kleinteiligen Gewerbeflächen am östlichen Ende der Heidgasse im Ortsteil Siersdorf. Die Gemeinde konnte hier eine größere Fläche mit hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis erwerben, die nun zeitnah der Vermarktung zugeführt werden soll. Zahlreiche Anfragen und Interessensbekundungen von Aldenhovener Firmen und von externen Gewerbeunternehmen liegen der Verwaltung bereits vor, so dass nach den entsprechenden Gremienbeschlüssen hier hoffentlich zeitnah mit der Beplanung und Vermarktung begonnen werden kann.

Menschen sind nicht immer stark und sie benötigen ab und an Hilfe. Wer hilft in diesen Situationen denen, die sich nicht auskennen, die überfordert sind, die trauern - die einfach Sorgen haben? Diese Fragen haben auf meine Einladung hin im Aldenhovener Rathaus die Repräsentanten der Initiative Sorgekultur im Kreis Düren beantwortet. Zahlreiche Bürger, Vertreter von Institutionen, Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister waren der Einladung gefolgt. Sie über die Beweggründe und das Angebot der Initiative informiert und erfuhren dabei auch, dass es hier vor Ort in unserer Gemeinde Aldenhoven mit Rita Pinell aus Neu-Pattern bereits eine Sorgebeauftragte gibt. Weitere Informationen dazu finden Sie in einem Artikel in diesem Heft.

Ein spannender Termin für unsere Gemeinde findet am 1. Oktober auf dem Campus Aldenhoven in Siersdorf statt. Dort wird an diesem Tag mit "CERMcity" ein wegweisender Baustein für die automatisierte und vernetzte Mobilität eröffnet. Die neue, mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums geförderte städtische Forschungs- und Entwicklungsumgebung ermöglicht u.a. Automobil- und Zubehörentwicklern die sichere und reproduzierbare Bewertung von Fahrzeugen und Funktionen. CERMcity wird sich nahtlos in die bestehende, multidimensionale und in dieser Form weltweit einzigartige Testumgebung aus der letztjährig errichteten Forschungskreuzung mit intelligenten Ampeln, Sensoren und Kommunikationsinfrastruktur, dem Mobilfunk-Testfeld 5G Mobility Lab von Vodafone sowie dem Galileo-Forschungssystem automotiveGATE einfügen. Die herausragende Bedeutung des Standortes unterstreichen auch bei diesem Anlass wieder prominente Gäste, wie der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und der parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel, die beide ihre Anwesenheit bei der Einweihung zugesagt haben.

Digitalisierung und Ausbau der dafür notwendigen Breitbandinfrastruktur besitzen eine herausragende gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Die Verfügbarkeit hochbitratiger Telekommunikationsdienste stellt die Basis für eine moderne Informationsgesellschaft und einen zentralen Standortfaktor für Kommunen und Unternehmen dar. Der signifikante positive Einfluss der Verfügbarkeit und Nutzung von Breitbandzugängen als Ansiedlungsanreiz und auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird in zahlreichen nationalen und internationalen Studien beschrieben.

Die Gemeinde Aldenhoven hat aus diesen Gründen im Sinne ihrer Privathaushalte, Institutionen und Unternehmen ein großes Interesse am Aufbau eines vielschichtigen und leistungsfähigen Breitbandangebotes. Wie in vielen anderen ländlichen Kommunen auch, stellt sich die Motivation gerade der "großen" Internetanbieter für die erforderlichen, erheblichen Investitionen in die Netzinfrastruktur aber leider nur sehr reduziert dar. Es ist aber festzustellen, dass es sich bei allen Ausbauaktivitäten um unternehmerische Entscheidungen des jeweiligen Netzanbieters handelt, auf die die Gemeinde keinen Einfluss hat. Zusätzlich zu der Vorgabe gleicher Standards einerseits und der bedarfsgerechten Unterstützung aller Anbieter in gleichem Umfang andererseits verhält sich die Gemeindeverwaltung allen Unternehmen gegenüber neutral. Hier bekannt gewordene Aussagen bezüglich einer angeblichen Bevorzugung einzelner Dienstleister entbehren jeglicher Grundlage.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht für die Anwohner der Aldenhovener Kapuzinerstraße: Die Verwaltung konnte eine Förderung der dringend erforderlichen Straßensanierung erwirken. Es wurden hierzu Landeszuwendungen aus dem Stadtverkehrsförderprogramm beantragt und zwischenzeitlich in Höhe von 60 % der förderfähigen Kosten von der Bezirksregierung bewilligt. Der Gemeinderat ist nach erfolgter Ausschreibung jüngst dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat beschlossen, die Erneuerung der Fahrbahndecke der Kapuzinerstraße zeitnah zu beauftragen. Mit dem Beginn der mehr als 390.000 Euro teuren Sanierung ist in den kommenden Wochen zu rechnen.

Ich wünsche Ihnen allen einen hoffentlich langen und schönen Altweibersommer und verbleibe wie immer mit dem Wunsch: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst, Ihr
Ralf Claßen
Bürgermeister

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