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30.11.2009: Vorwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Betriebsamkeit in den Geschäften nimmt zu, die Weihnachtszeit kommt. An den Süßwaren, wie Marzipan, Lebkuchen und Spekulatius, ist dies leider nicht mehr zu erkennen. Diese liegen bereits seit Monaten in den Regalen. In manchen Geschäften wird um die Weihnachtszeit 50 % des Jahresumsatzes erzielt.
Foto von Lothar Tertel
Aber auch hier ist mit Auswirkungen aus der Finanzkrise zu rechnen. So geht der Einzelhandel von einem deutlichen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr aus. Lassen Sie sich nicht von Hektik und Stress anstecken. Nehmen Sie sich für die letzten Wochen des Jahres noch genügend Zeit für Weihnachtsbasare, Adventskonzerte, Märchenvorstellungen oder für Weihnachtsfeiern.

So findet in unserer Gemeinde am 5. und 6. Dezember in Siersdorf ein Weihnachtsmarkt statt. Am 6. Dezember können Sie aber auch in Aldenhoven zusammen mit den Schützen am Alten Turm feiern.

Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Engagement des Spielmannszug Siersdorf hervorheben. Alle Ortschaften, die nicht über einen eigenen Musikzug verfügen, können sich auf eine weihnachtliche Einstimmung besonderer Art freuen. Zusammen mit dem Blockflötenkreis werden 20 Musiker und mehr dafür sorgen, dass die Zuhörer zumindest für eine kurze Zeit dem Vorweihnachtsstress entfliehen können. Da der Spielmannszug völlig unentgeltlich auftritt, werden die gesammelten Spenden einem sozialen Zweck zugeführt. Die Siersdorfer freuen sich auf eine große Zuhörerschaft am 6. Dezember in Aldenhoven am Alten Turm und am 18. Dezember in Freialdenhoven am Kindergarten.

Neben der weihnachtlichen Einstimmung sollten wir unsere Verbundenheit zum Bergbau nicht vergessen. Daher weise ich ausdrücklich auf die Barbarafeiern in Siersdorf, Aldenhoven und in Freialdenhoven hin.

Nachdem in der Gemeinderatssitzung am 18. November alle Ausschüsse besetzt worden sind, kann die "normale" Arbeit der gewählten Vertreter endlich beginnen. Darum ist der Monat Dezember zusätzlich geprägt von Sitzungsterminen. Fast alle Ausschüsse treffen sich zum ersten Mal. So ist auch eine Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses geplant. Hier werden die Gebühren des kommenden Jahres vorberaten. Bekanntlich müssen wir alle Gebühren kostendeckend an den Bürger weiterleiten. Hauptbestandteile jeder Gebühr sind von der Gemeinde nicht oder nur kaum zu beeinflussende Faktoren wie der Beitrag zum Wasserverband bei der Kanal- oder die Verbrennungskosten bei der Müllgebühr. Hier sind Steigerungen zu erwarten, so dass auch die Gebühren anzupassen sind. Sobald alle Gebührensätze für das Jahr 2010 vorliegen werden diese, wie in jedem Jahr, in der Januarausgabe des Heftes veröffentlicht. Der Gemeinderat hat mit einem Abstimmungsergebnis von 16 zu 13 Stimmen auch beschlossen, dass die Bagatellegrenze bei der Kanalbenutzungsgebühr nicht geändert wird. Damit bleibt die inzwischen von Gerichten geprüfte Satzung voll im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Eine andere Entscheidung hätte zu einer Erhöhung der Gebühr und zu einer Rechtsunsicherheit geführt.

Im Jahre 2010 ist mit der Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes zu rechnen. Der Gemeinde fehlen im nächsten Jahr mehr als 5 Mio. ¤ Einnahmen. Daher werden alle gemeindlichen Ausgaben nochmals auf den Prüfstand gestellt. Standardreduzierungen müssen erfolgen. Aus diesem Grund wurden alle Zuschussempfänger, sei es der Sport- oder der Förderverein, darüber informiert, dass die im nächsten Jahr zu erwartende Zahlung der Gemeinde keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Weiter werden wir an das Land appellieren müssen. Die in der Landesverfassung zugesicherte auskömmliche Finanzausstattung der Gemeinden ist nicht mehr gewährleistet. Sowohl die Verwaltung als auch der Gemeinderat haben signalisiert, dass alle am gleichen Strang ziehen müssen. Nur so kann für die Zukunft eine für den Bürger der Gemeinde auskömmliche Regelung getroffen werden.

Bei zwei großen Schadensereignissen im Gemeindegebiet war die Feuerwehr wiederum eingebunden. Der Wasserrohrbruch in Aldenhoven und der Brandschaden am Sportheim Schleiden zeigten uns die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr zum wiederholten Male. Darum war es für den Gemeinderat selbstverständlich, dass trotz der angespannten finanziellen Situation auch weiterhin in die Feuerwehr und somit in die Sicherheit der Bürger investiert wird. Jüngster Beleg dafür ist die vom Rat beschlossene Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für den Standort Schleiden.

An dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an alle aktiven Mitglieder, d.h. vom Wehrführer bis zum letzten Jugendfeuerwehrmann/frau für den Einsatz im abgelaufenen Jahr.

Ihnen allen wünsche ich eine besinnliche Adventszeit und frohe Feiertage im Kreise Ihrer Familien.

Ihr
Lothar Tertel
Bürgermeister




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