Niedermerz

Wappen von Niedermerz
Zur Ortschaft Niedermerz gehören auch die beiden Siedlungen Weiler Langweiler und Weiler Hausen. Niedermerz verdankt seinen Namen der Lage am Merzbach. Oberhalb des Bachverlaufes lag das Dorf Obermerz, unterhalb Niedermerz.
Kirche, Niedermerz

Niedermerz

Im Merzbachtal nahe Niedermerz wurden zahlreiche bandkeramische Siedlungsplätze ausgegraben. Sie sind der Beweis dafür, daß es vor rund 6000 Jahren hier schon menschliche Ansiedlungen gegeben hat. Im 19. Jahrhundert gefundene römische Mauerreste beweisen eine Besiedlung zur Römerzeit. Die Vermutung liegt nahe, daß die Römerstraße von Aachen nach Jülich über Niedermerz geführt hat. Bei Niedermerz wurden 60 fränkische Gräber entdeckt. Darunter waren zwei Fürstinnengräber, die reichhaltige Schmuckbeigaben, u.a. Bernsteinketten, enthielten.

 

Das älteste Bauwerk des Ortes ist der Kirchturm, der aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das jetzige Kirchenschiff wurde im 18. Jahrhundert neu errichtet.

 

Oft sagen auch Straßennamen etwas über die Vergangenheit eines Ortes. Früher einmal hat Niedermerz zur Pfarre Laurenzberg gehört. Und von der Laurenzberger Burg aus herrschten die Herren von Paland. Daran erinnert die von-Paland-Straße in Niedermerz.

 

Im Jahre 1902 gab es in Niedermerz vier Pumpen, aus denen die Bewohner des Ortes ihr Wasser entnehmen konnten. 1908 wurde Niedermerz an das Stromnetz, 1911 an die zentrale Wasserversorgung Aldenhovens angeschlossen. Nachdem 1966 der neue Friedhof eingeweiht worden war, konnte die Leichenhalle fertiggestellt werden.

 

Seit 1968 kommen die Niedermerzer Schüler nach Aldenhoven zur Schule. Das alte Schulgebäude, in dem schon 1829 unterrichtet wurde, hatte als solches ausgedient. Aber der Dorfgemeinschaft dient es heute noch; es beherbergt die Gaststätte "Zur Linde".

Haus des Dorfes, Niedermerz
Der Grundstein zum "Haus des Dorfes" wurde am 16.5.1971 gelegt. Am 4.9.1972 weihte man das Gebäude feierlich ein. Hier hält die Karnevalsgesellschaft "Kutt erop" ihre Kappensitzungen, hier proben die Tanzgruppen der Gesellschaft. In einem Anbau stehen die Geräte der Feuerwehr, die auch hier ihre Übungen abhält. Altennachmittage und Gemeinschaftsveranstaltungen der Senioren finden hier statt. Die Bastelgruppen der Kath. Frauengemeinschaft treffen sich hier. Das "Haus des Dorfes" ist nach dem Karnevalsumzug und am Martinstag ganz für die Kinder da.
Dorfanger, W.Langweiler

Weiler Langweiler

Als Weiler wird eine Ortschaft bezeichnet, die keine eigene Gemeinde darstellt und nur aus einigen Gehöften besteht. Die im Weiler Langweiler wohnende Ortsgemeinschaft ist entstanden aus Umsiedlern der Dörfer Lohn, Erberich und Fronhoven. Der Weiler gehört zum Ortsteil Niedermerz.

 

Mittelpunkt des Weilers ist der Dorfanger. Diesen Dorfanger ziert ein großes, schmiedeeisernes Kreuz. Es ist das Kreuz, das früher auf dem Turm der Lohner Pfarrkirche St.Sylvester stand. Als die Lohner Pfarrkirche 1973 dem Braunkohle-Tagebau weichen mußte, nahm ein Landwirt es mit in den neuen Heimatort Weiler Langweiler. Kirchlich sind die Bewohner von Weiler Langweiler nach Niedermerz orientiert. Sie haben auch dort ihre Vertreter im Pfarrgemeinderat.

Weiler Hausen

Weiler Hausen

Seit 1999 existiert im Gebiet des ehemaligen Tagebaues Inden der Weiler Hausen, der ebenfalls der Ortschaft Niedermerz zugeordnet wird. Auch hier haben sich wie im Weiler Langweiler vorwiegend Landwirte angesiedelt.
 

Die Wappen

Wappen von Niedermerz

Niedermerz

Oben in Rot ein silbernes (weißes) Lamm Gottes mit Kreuzfahne, unten fünfmal in Gold (Gelb) und Schwarz geteilt. Das Gotteslamm mit Kreuzfahne ist das Attribut des Pfarrheiligen St. Johann Baptist, das uns von dem Sakralschmuck der Kapelle von 1566 überliefert ist. Die drei schwarzen Querbalken unten deuten auf die Zugehörigkeit zu denen von Palandt aus Laurenzberg (1300-1566) hin.
 
 
Wappen von Langweiler (abgebaggert)

Langweiler

In Blau ein freistehendes goldenes (gelbes) Antoniuskreuz, an dessen Längsschaft unten ein goldenes (gelbes) Glöckchen hängt. Diese Beschreibung deutet auf die alte Antonius-Kapelle aus dem Jahre 1683 hin.
 

Weitere Infos im WWW:

Ortsplan von Niedermerz

Digitalisierter Ortsplan der Ortschaft Niedermerz unter www.findcity.de.