ehem. EBV-Förderturm
Der Riese im Jülicher Land
entnommen aus "de Kull-Berichte vom Eschweiler Bergwerks-Verein", Heft 1/1956
- hat eine Höhe von genau 71,01 m;
- hat einen umbauten Raum von etwa 34.000 Kubikmetern (eine normale Bergmannswohnung hat etwa 300 Kubikmeter umbauten Raumes);
- verschlang etwa 643 Tonnen Baustahl und 5610 Kubikmeter Beton. Um dieses Material heranzuschaffen, waren insgesamt 900 Lastzüge voll Kies, ungefähr 100 Spezial-Silolastzüge voll Zement und ein achtzigachsiger Güterzug voll Baustahl erforderlich;
- wog am 9. Dezember 1955 - also noch ohne Maschinen- und Nutzlasten - 13.050 Tonnen; hatte 20.342 Quadratmeter eingeschalte Betonfläche. Die dafür benötigten Bretter würden, aneinandergelegt, eine 1 m breite Bretterstraße von Siersdorf nach Aachen ergeben;
- wurde von der Abteilung Industriebau der Gutehoffnungshütte Oberhausen-Sterkrade unter der örtlichen Bauleitung von Bauleiter Rosing in rund 7 Monaten errichtet;
- kann durch Einbau von besonderen Kammern in den vier Eckfundamenten gehoben und in jede Richtung bis zu 20 cm seitlich verschoben werden. Er ist also gar nicht so unbeweglich, wie er auf den ersten Blick aussieht.
Gesprengt wurde der Förderturm am 6. Mai 1994 um 9:55 Uhr.