Traditionsverein für Stein- & Braunkohle"GLÜCK AUF" Aldenhoven 1992 e.V.
Öffnungszeiten:
Do., 17.00 - 23.00 Uhr So., 14.00 - 17.00 Uhr (01. April bis 31. Oktober) Gruppen und Schulklassen: jederzeit nach Absprache!
Eintritt:
Erwachsene & Kinder: Eintritt frei. Aber gerne freiwillige Spende.
Das Bergbaumuseum im Video:
Die Ausstellung:
Das Bergbaumuseum hat eine Ausstellungsfläche von ca. 800 qm
(7 Ausstellungsräume auf 3 Ebenen).
Die Ausstellung umfaßt:
Großgeräte aus dem Untertagebetrieb
Bilder und Informationen aus den 50er Jahren mit reichhaltiger Bibliothek
Schachtabteufung Emil Mayrisch aus dem Jahr 1938
Kapelle der Kapuziner (bis 1802), wurde bei den Umbauarbeiten für das Museum entdeckt
ca. 300 Jahre alte Skelette in der Kapuzinergruft
technische Bücher aus dem Bergbau
zahlreiche Modelle aus dem Braunkohle- und Untertagebereich
Fahnen der Bergleute aus Dürboslar und Aldenhoven
Ein Ausstellungsraum
Besuchergruppe in den Ausstellungsräumen
Die Grubenbahn erweckt grosses Interesse
Die Skelette in der Kapuzinergruft
Zeitungsbericht aus den Jülicher Nachrichten vom 13.03.1999:
In einem früheren Kapuzinerkloster untergebracht: Aldenhovens Bergbaumuseum - Untertage-Zug als Prunkstück
von Ottmar Hansen
Die Arbeitsmontur scheint gerade erst abgestreift worden zu sein. Der Abbauhammer liegt griffbereit. Als habe ihn der Bergmann dort kurz abgelegt. Im Bergbau-Museum Aldenhoven wird Geschichte lebendig - sieben Jahre nach der letzten Schicht auf Emil Mayrisch. Ein Stück Erinnerung will der Traditionsverein für Stein- und Braunkohle "Glück auf" auch nachfolgenden Generationen erhalten.
Eingang zum Museum
Schon das Haus, eine ehemalige Klosterkapelle, atmet Geschichte. Hier lebten und wirkten bis zu ihrer Vertreibung 1802 durch Napoleon Kapuzinermönche. Als die Mitglieder des Traditionsvereins die Kapelle 1997 für ihr Museum herrichteten, stießen sie auf die alte Begräbnisstätte des Klosters.
Gemeinsam mit der Denkmalbehörde legten die Bergleute das Gewölbe frei. Sie stießen dabei auf fast 300 Jahre alte Gebeine der Ordensleute und einen Geheimgang bis zur sieben Kilometer entfernten Zitadelle von Jülich. Die Gebeine der Mönche wurden in einen Sarkophag aus dem 3. Jahrhundert nach Christus umgebettet. Sie gehören heute ebenso zu den Ausstellungsstücken im restaurierten Gewölbe wie antike Münzen, Werkzeuge oder Fossilien.
Schild über dem Eingang
Über eine Treppe erreicht der Besucher die ehemalige Klosterkapelle. Hier haben die Bergleute Arbeitsgerät und alltägliche Gebrauchsgegenstände der Kumpel unter Tage zusammengetragen. Im Raum nebenan hängt die Kluft der Kumpel noch unter der Decke, wie in der Waschkaue damals. Hier lagert das schwere Arbeitsgerät der Bergleute. Eine besondere Rarität ist ein Untertage-Zug, dessen Waggon seinerzeit eigens für den Besuch des Bischofs, der wohl an Platzangst litt, umgebaut werden mußte. Das Museum bietet Filme zum Thema "Bergbau", die vollständige EBV-Zeitschriftenreihe "Die Kull" und eine Dokumentation über die Grubenwehr.
In 16.000 Arbeitsstunden haben die Bergleute eine umfangreiche Präsentation geschaffen. Wer das Bergbau-Museum besucht, sollte etwas Zeit mitbringen. Dann bleibt auch Raum, sich vom Vereinsvorsitzenden August Albrecht in die Vergangenheit entführen zu lassen. Sein Schatz von Anekdoten rund um den Bergbau scheint unerschöplich. Hauptschacht oder Blindschacht? Wann war das schwere Grubenunglück in Alsdorf? Der Bergbauexperte bleibt keine Antwort schuldig.