17.09.2009: Mit dem Fahrrad über die "Via Belgica"
Aldenhoven. Unscheinbar sehen sie aus, die weiten Felder zwischen Aldenhoven und Merzenhausen. Kaum zu glauben, dass hier einst eine der bedeutendsten antiken Fernstraßen der Römer verlief: die "Via Belgica". Zwar nicht zu Pferd, wie es damals üblich war, aber immerhin mit Drahteseln konnten Besucher die ehemalige Straßentrasse erkunden.
Im Rahmen des "Tages des Offenen Denkmals" bot die Gemeinde Aldenhoven eine Radtour zur "Via Belgica" an. Der Startschuss fiel am Ludwig-Gall-Haus, wo das Schulmuseum der Hauptschule Aldenhoven den ganzen Tag über Angebote für Hobby-Historiker organisierte. Die offizielle Eröffnung übernahmen der stellv. Bürgermeister Leo Neulen, Landtagsabgeordneter Josef Wirtz, Dezernent Josef Kaufmann sowie Museumskurator Guido Pohl.
Erstmalig präsentierte das Schulmuseum ein detailgetreues Modell der Zeche Emil-Mayrisch, die 1992 abgerissen wurde. "Das ist Heimatkunde pur", sagte der Leiter der Hauptschule Aldenhoven, Frank Röhmer. Gemeinsam mit August Albrecht, dem Gründer des Bergbaumuseums der Gemeinde, startete die Schule 2002 die Recherchen für den Modellbau. Mit Hilfe von Privatfotos und alten Plänen wurde die Zeche nach und nach aufgebaut, insgesamt waren über 30 Schüler beteiligt. Einst war die Zeche der größte Arbeitgeber der Region. Natürlich kamen zahlreiche ehemalige Mitarbeiter, um sich das Modell anzuschauen. "Da mussten einige wirklich schlucken", berichtete Röhmer. "Das ist schon eine emotionale Sache."
Neben dem Zechenmodell feierte auch die Ausstellung "Entwicklung der Keramik von der Steinzeit bis heute" an diesem Tag ihre Premiere. Dabei wurden auch Funde von der "Via Belgica", wie zum Beispiel Keramikscherben oder Ziegelbruchstücke, vorgestellt. Die Ausstellungsstücke stammen größtenteils aus der archäologischen Sammlung von Kurator Guido Pohl, der sich privat intensiv mit der Römerstraße auseinandergesetzt und eigene Grabungen durchgeführt hat. So lieferte er den Besuchern Informationen aus erster Hand.
Nach einer theoretischen Einführung im Museum ermöglichte die Radtour dann einen genaueren Eindruck von der "Via Belgica". Auf einem Wirtschaftsweg in der Nähe des Guts Frauenrath erklärte Guido Pohl gemeinsam mit Lothar Offermanns, der sich stilecht als Römer verkleidet hatte, wo genau sich die römischen Trümmerstellen befinden und was sich aus den Funden folgern lässt.

Erstmalig präsentierte das Schulmuseum ein detailgetreues Modell der Zeche Emil-Mayrisch, die 1992 abgerissen wurde. "Das ist Heimatkunde pur", sagte der Leiter der Hauptschule Aldenhoven, Frank Röhmer. Gemeinsam mit August Albrecht, dem Gründer des Bergbaumuseums der Gemeinde, startete die Schule 2002 die Recherchen für den Modellbau. Mit Hilfe von Privatfotos und alten Plänen wurde die Zeche nach und nach aufgebaut, insgesamt waren über 30 Schüler beteiligt. Einst war die Zeche der größte Arbeitgeber der Region. Natürlich kamen zahlreiche ehemalige Mitarbeiter, um sich das Modell anzuschauen. "Da mussten einige wirklich schlucken", berichtete Röhmer. "Das ist schon eine emotionale Sache."
Neben dem Zechenmodell feierte auch die Ausstellung "Entwicklung der Keramik von der Steinzeit bis heute" an diesem Tag ihre Premiere. Dabei wurden auch Funde von der "Via Belgica", wie zum Beispiel Keramikscherben oder Ziegelbruchstücke, vorgestellt. Die Ausstellungsstücke stammen größtenteils aus der archäologischen Sammlung von Kurator Guido Pohl, der sich privat intensiv mit der Römerstraße auseinandergesetzt und eigene Grabungen durchgeführt hat. So lieferte er den Besuchern Informationen aus erster Hand.
Nach einer theoretischen Einführung im Museum ermöglichte die Radtour dann einen genaueren Eindruck von der "Via Belgica". Auf einem Wirtschaftsweg in der Nähe des Guts Frauenrath erklärte Guido Pohl gemeinsam mit Lothar Offermanns, der sich stilecht als Römer verkleidet hatte, wo genau sich die römischen Trümmerstellen befinden und was sich aus den Funden folgern lässt.

Mit dem Rad auf die "Via Belgica": Beim "Tag des offenen Denkmals" in Aldenhoven konnten die Besucher die römische Fernstraße unter fachkundiger Anleitung von Guido Pohl (2.v.l.) selbst erkunden. Foto: Beyß
Der "Tag des offenen Denkmals" ist eine deutschlandweite Aktion, an der sich zahlreiche Städte und Gemeinden beteiligen. Nicht nur das Schulmuseum Aldenhoven öffnete zu diesem Anlass seine Türen. Der Förderverein "Kommende Siersdorf" bot unter anderem Führungen durch das Herrenhaus der Deutschordens-Kommende an. Auch die Burg Engelsdorf lud Besucher ein, an einem Rundgang durch die Burg und die Ateliers der Künstlerfamilie Fernandez teilzunehmen.
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) gab Interessierten die Möglichkeit, das erst vor einer Woche eröffnete LVR-Kulturhaus, die ehemalige Landsynagoge in Rödingen, zu besichtigen. Natürlich beteiligte sich auch das Museum der Zitadelle Jülich wieder an diesem "historischen" Tag und gewährte unter anderem einen Einblick in das Soldatenleben zur Zeit Napoleons. So war für jeden etwas dabei, um ein wenig durch die regionale Geschichte zu reisen. (rb)
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) gab Interessierten die Möglichkeit, das erst vor einer Woche eröffnete LVR-Kulturhaus, die ehemalige Landsynagoge in Rödingen, zu besichtigen. Natürlich beteiligte sich auch das Museum der Zitadelle Jülich wieder an diesem "historischen" Tag und gewährte unter anderem einen Einblick in das Soldatenleben zur Zeit Napoleons. So war für jeden etwas dabei, um ein wenig durch die regionale Geschichte zu reisen. (rb)


